Die Metamorphose

Von der Raupe zum Schmetterling

In der Natur gibt es vielfältige Wachstums- und Transformationsprozesse. Und damit kommen wir zum bekanntesten Beispiel und der zugleich schönsten Metapher aus der Biologie zum Vollzug eines strukturell angelegten Transformationsplanes in der Natur, der Metamorphose von Raupe zum Schmetterling: Die Raupe trägt ihren wahren erlösten Zielzustand, ihre vollkommene Entfaltung als Schmetterling, also ihre Zukunft in Form von visionären Zellen, den sog. „Imago-Zellen“, die sich erst noch gemeinsam entdecken, in Resonanz kommen und verbinden müssen, bereits von Anfang an in sich, ohne dass sie es weiß. 

Die Metamorphose der Raupe zum Schmetterling stellt sich in Kurzform wie folgt dar (Razavi): 

Die Raupe frisst und frisst. Sie konsumiert. 

Eines Tages bemerkt sie, dass sich in ihr „etwas Neues“ regt. Neue Zellen melden neue Bedürfnisse an. 

Die Immunabwehr der Raupe sieht darin eine Gefahr und zerstört die neuen Zellen. 

Was sie nicht weiß: die neuen Zellen sind die sog. IMAGO-Zellen, die die Information, den Bauplan und die Blaupause von der Raupe zum Schmetterling, in sich tragen. Und zum Glück geben diese neuen Zellen nicht auf. Sie vermehren sich. 

Die Raupe verpuppt sich, weil sie die neue Gefahr abwehren will. Sie sieht die Gefahr im Außen. Aber „Es“ kommt von innen heraus.

Jetzt sitzt die Raupe in der Falle. Zu ihrem Glück. Die IMAGO-Zellen vemehren sich, sie vernetzen sich. Sie gehen in Resonanz, tauschen Informationen über ihren Bauplan aus. Sie suchen ihren richtigen, stimmigen, sinnvollen Platz im neu entstehenden System des zukünftigen Schmetterlings. 

Dieser Prozess dauert seine Zeit. Der Schmetterling reift heran. 

Wenn die Zeit reif ist, wenn der Schmetterling genug (Spann-)Kraft gesammelt hat, kann der Schmetterling seinen Kokon verlassen. Die Transformation wird für alle sichtbar.

Ravzai übertragt diesen Prozess der Metamorphose symbolisch auf die Transformation des gesellschaftlichen Kollektivs. Und er passt genauso zum einzelnen Menschen und der vorgestellten Haltungsentwicklung. Auch ich glaube, wir Menschen haben diese „Imagozellen“ in uns angelegt. Dort ist die Information über unser wahrhaftiges Potenzial enthalten. Dort steckt unsere Einzigartigkeit. Das „Ur-Bild“ unseres wahren Selbst, welches sich eine höhere Instanz, manche mögen diese Gott nennen, von uns für unser Leben ausgedacht hat. Damit wir zum großen Ganzen beitragen.

Wir entdecken diese Ur-Bilder und wahren Essenzen, in dem Maße, wie wir uns von sämtlichen Anhaftungen befreien, zum Beispiel wenn wir in der relativierenden Haltung unsere Maske fallen lassen, unsere Denk- und Energieblockaden abbauen und in der systemischen Haltung emotionale Wunden heilen. 

In dem Maße, wie wir uns von sämtlichen Anhaftungen befreien, uns energetisch „frei legen“, zeigt und entfaltet sich „etwas ganz Neues“ aus unserem Inneren heraus nach Außen. 
 

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